Ziele und Methoden E-Mail

Das Ziel der Potenzialanalyse mit Kunst™

Analyse und Entwicklung bewusster und verborgener Potenziale,  persönlicher und sozialer Kompetenzen im beruflichen und privaten Kontext zur Erreichung der gewünschten Lebensqualität, Work-Life-Balance und des professionellen Erfolgs.

 

Methoden

Die Methoden und Arbeitstechnik werden entsprechend der Fragestellung und individueller Situation ausgewählt und in einer bestimmten Kombination eingesetzt.

  • Projektive bildnerische Verfahren und Persönlichkeitsfragebogen je nach Bedarf
  • Skalen Symbolischer Zuordnung (SSZ™, Lisogorko, 2008/2010)
  • Individuelle interaktive Potenzialanalyse mit Kunstbildern (Assoziations- und Reflexionsmethoden), u. a. Symbolon-Methode®
  • Kunsttherapeutische Methoden (psychodynamisch-systemische Methoden)
  • Techniken der Systemische Beratung und klientzentrierte Gesprächsführung (C. Rogers)
  • Integrative Teamanalyse und Entwicklung unter Verwendung des Symbolon- Profile®  und Skalen Symbolischer Zuordnung (SSZ™)

 

Ablauf der Potenzialanalyse mit Kunst:

1.     Klärung des Beratungsbedarfs im Vorgespräch

2.     Schriftliche Erhebung der Informationen zur aktuellen persönlichen und beruflichen Situation sowie gewünschten Veränderungen

3.     Online-Durchführung ausgewählte Methoden: Bildauswahl, Selbst- und Fremdeinschätzung anhand der 48 Eigenschaften

4.     Auswertung der Online-Ergebnisse und tiefenpsychologische Analyse des Persönlichkeitsprofils vor dem Gespräch

5.     Beratungsgespräch: Soll-Ist-Analyse, Bildreflexion, interaktive Potenzialanalyse und der Vergleich dreier Ebenen: Selbstbild- und Fremdbild sowie unbewusster Tendenzen anhand der 48 Eigenschaften, Feststellung der Persönlichkeitspotenzialen und Handlungsstrategien (insgesamt 3 Stunden)

6.     Alle schriftlichen Unterlagen werden bei dem persönlichen Gespräch ausgehändigt

7.     Das Feedback über selbständige Reflexion der Klienten und  Zusammenfassung der Erkenntnisse inkl. Veränderungsplanung wird ca. in zwei Wochen nach dem Gespräch durchgeführt

8.     Nachfolgende persönliche oder telefonische Beratung (optional)

 

Skalen Symbolischer Zuordnung (SSZ™)

Die projektive bildnerische Verfahren werden kaum im Bereich der Personalentwicklung und Personalauswahl verwendet, da deren Interpretation ziemlich komplex ist und oft spezielle Kenntnisse  und einen gewissen Zeitaufwand benötigt. Die Aussagen beziehen sich meistens auf Kernthemen der  Persönlichkeit als Ganze und erlauben selten differenzierte Schlüsse auf einzelne Eigenschaften. Diese Besonderheit erschwert den projektiven bildnerischen Verfahren, die Ergebnisse  mit den gängigen Persönlichkeitsinventaren vergleichbar zu machen.

In Folge der Auseinandersetzung mit diesem Thema wurden Skalen Symbolischer Zuordnung (SSZ™)von L. Lisogorko (2008) entwickelt. Diese Skalen ermöglichen die Bildsymbolik auf solcher Art und Weise zu operationalisieren, dass einen quantitativen  Vergleich des Selbst- und Fremdbildes mit der unbewussten inneren Dynamik sowie mit den Ergebnissen anderer Persönlichkeitsinventare leicht durchgeführt werden kann.

Die theoretischen Grundlagen bilden Dialektik, psychodynamische Persönlichkeitstheorien, tiefenpsychologischer Diagnostik und Intervention, Kunstpsychologie und Bildsymbolik sowie eine explorative emprische Studie Forschungsergebnisse http://www.hf.uni-koeln.de/33461 

Die Selbst- und Fremdeinschätzung wird anhand der Eigenschaftsliste mit 48 Persönlichkeitsmerkmalen erhoben.

Die unbewusste innere Dynamik wird durch die Zuordnung der symbolischen Bedeutungen der Bilder zu den 48 psychologischen Merkmalen berechnet.

Der Vergleich der drei Persönlichkeitsebenen: Selbstwahrnehmung, Selbstdarstellung bzw. Fremdwahrnehmung und unbewusster innerer Dynamik erlaubt eine Aussage über innere Stärken und verborgene Potenziale sowie Wiedersprüche und unbewusste Tendenzen bzgl. der folgenden sieben polarisierten Dimensionen:

Offenheit für Neues vs. Vorsicht vor Neuem

Flexibilität vs. Traditionalität

Führungs- vs. Ausführungsorientierung

Teamorientierung vs. Selbstständigkeit

Durchsetzung vs. Nachgiebigkeit

Introversion - Extraversion

Rationalität vs. Emotionalität

Darüber hinaus kann man die Affinität zur Übernahme einer Führungsrolle und entsprechende Potenziale bzgl. persönlicher und sozialer Kompetenzen einschätzen.

Die Skalen Symbolischer Zuordnung SSZ™ sind sowohl für individuelle Beratung als auch für Teamtraining anwendbar.

 

Symbolon-Methode® 

Entwicklung und theoretischer Hintergrund

Die Symbolon-Methode® wurde von C. Kranz (1999/2005) und E. Taylor (1999/2001) zur Persönlichkeitsanalyse und Wachstumsförderung im beruflichen Kontext entwickelt. Als wissenschaftliche Basis wurde die Lehre von C. G. Jung über Archetypen, Typologie, Symbolik und Farbtheorien zu Grunde gelegt.
Theoretische Überlegungen und praktische Vorgehensweise der Methode widmen sich der Synthese dreier unterschiedlicher Perspektiven: Kunst, Psychologie und Wirtschaft. Der Einbezug des Zusammenspiels und der Besonderheiten jeder der oben genannten Bereiche bringt viele Vorteile, weil der analytische Zugang der Psychologie, die synthetische Kraft der Kunst und die praktische Funktionalität der Wirtschaft integriert werden.

Das Symbolon- Profile ist kein Test, sondern ein Modul der Symbolon-Methode®, das computergestützt online durchgeführt wird. Die Persönlichkeit wird auf zwei Ebenen  analysiert – auf der Ebene bewusster Einstellungen und Eigenschaften anhand der Begriffsauswahl sowie auf der tiefenpsychologischen Ebene unbewusster innerer Dynamik - anhand der Auswahl von Kunstbildern. Durch die Synthese beider Ebenen wird anschließend ein individuelles Profil erstellt.

Validierung:

Die Symbolon-Methode® wurde  an mehreren gängigen Persönlichkeitstests am  Psychologischen Institut Innsbruck in 2005 validiert (Pilsz & Oswald,2005): Eysenk-Persönlichkeits-Inventar (E-P-I), 16-Persönlichkeits-Faktoren-Test (16-PF), California Psychological Inventory (CPI), Freiburger Persönlichkeitsinventar (FPI-R), Trierer Persönlichkeitsfragebogen (TPF), Fragebogen zu Kontrollüberzeugungen (IPC), Sensation-Seeking-Scale (SSS), Stressverarbeitungsfragebogen (SVF), Gießen Test (GT), Minnesota Multiphasic Personality Inventory (MMPI), Neo-Fünf-Faktoren-Inventar (NEO-FFI).

Das Ziel der Symbolon-Methode® ist es, verborgene Potenziale bewusst zu machen und Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen.

Pil Pilsz, L. W. & Oswald, A. (2005). Empirische Validierungsstudie des Symbolon Personality Profile®. Innsbruck: Universität, Institut für Psychologie.

 

Symbolon- Profile®

Die Durchführung von Symbolon-Profile erfolgt online. Hierbei werden bestimmte Kunstbilder, Fotos und Begriffe per Mausklick ausgewählt (5-10 Min). Man braucht keine schriftlichen Antworten zu geben und keine Denkleistungen zu erbringen. Die richtige oder falsche Wahl existiert nicht, es zählt nur die ganz individuelle spontane Reaktion, aktuelle Gefühle und Stimmungen.

In einer ökonomischen Online-Version wird eine ganzheitliche Grundanalyse der Persönlichkeit durchgeführt. Es werden typologische Merkmale und Grundeinstellungen, innere Dynamik der Persönlichkeit, Verhalten in Krisensituationen sowie entsprechende Potenziale vor allem im beruflichen Kontext analysiert.  Anhand der Online-Auswahl von Bildern (Elemente, Farben, Landschaft, Situationen) und Begriffen werden wichtige Informationen für die Persönlichkeitsanalyse erhoben.  Die computergestützte Auswertung erfolgt unmittelbar nach der Durchführung und dient als Basis für eine interaktive Potenzialanalyse im Beratungsgespräch, welches ca. 1,5 Stunden dauert. Die schriftlichen Ergebnisse bestehen aus Erläuterungen und Empfehlungen (32 Seiten), die eine Reflexion mit dem Berater erfordern.

Die schriftliche Potenzialanalyse ohne Beratungsgespräch ist methodisch nicht vorgesehen.

Die Potenzialanalyse kann auf zwei Sprachen durchgeführt werden: deutsch und russisch.
Ihr Persönlichkeitsprofil wird fünf Themen behandeln:

  1. Grundeinstellungen, Selbstbild und Idealbild – Typologie nach C. G: Jung (Extra-/Introversion, Denken/ Fühlen, Intuition/ konkretes Empfinden)
  2. Innerdynamische Grundanlagen der Persönlichkeit – Charakterzüge, Neigungen, Stärken und Entwicklungspotenziale, Energiequellen für ein harmonisches und erfolgreiches Leben, die persönliche Art und Weise zu handeln sowie die Auswirkung der eigenen Dynamik auf das Umfeld.
  3. Erwartungen an die Art der sozialen bzw. beruflichen Umgebung - Stimmungen, Leistungen, Kommunikation (z. B. bevorzugte Atmosphäre in der Firma und Beziehungen im Team, passende Branche und Tätigkeit)
  4. Präferenzen für die Teamgröße und Teamarbeit - Kommunikations- und Arbeitsstil (z. B. eigenständige Arbeit oder in der Öffentlichkeit, viel unterwegs sein oder enge Zusammenarbeit mit der Gruppe).
  5. Positionierung in der Firma - Status und Funktion (z. B. Leitung, Stabsstelle, Verwaltung, Marketing, Vertrieb, Beratung usw.).

Literatur

Jung, C. G. (1968). Der Mensch und seine Symbole. Solothum: Walter-Verlag.

Kranz, C. (2008). Durch Selbstrefexion zum Erfolg. Potenziale erkennen, Persönlichkeit entwickeln, Ziele erreichen. Triesen: Symbolon Verlag.
Kranz, C. & Taylor, E. (2000). Source Development System TM [SDS Handbuch]. Der neue Weg zum tieferen Verständnis (1. Aufl.). Lichtenstein: Symbolon Verlag.

Lisogorko, L. (2007). Projektive bildnerische Verfahren als Psychodynamisches Medium für die Persönlichkeitsanalyse und -entwicklung. Unveröffentlichte Abschlussarbeit in Kunsttherapie. Universität zu Köln. (wird persönlich bei Autorin ab 2010 bestellbar)

Lisogorko, L. (2009). Analyse und Entwicklung persönlicher und sozialer Kompetenzen von Führungskräften anhand projektiver bildnerischer Verfahren. Unveröffentilche Diplomarbeit in Psychologie. Universität zu Köln.